| Leberentzündung |
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Allgemeines
Wenn eine chronische Leberentzündung besteht, handelt es sich häufig um eine Hepatitis B. Unbehandelt geht sie meist in eine Leberzirrhose über. Von Hepatitis C sind in Deutschland zirka eine Million Menschen betroffen. Etwa jeder Dritte kann geheilt werden. Bei den anderen wird die Krankheit chronisch. Jeder Fünfte entwickelt mit der Zeit eine Leberzirrhose oder Leberkrebs.
Ursachen •Hepatitis-A-Viren werden oft auf Reisen durch Speichelkontakt, infiziertes Essen (z. B. roh verzehrte Muscheln), Wasser, unsauberes Geschirr oder Besteck übertragen. Ein chronischer Verlauf tritt bei Hepatitis A nicht auf. Anhaltender übermäßiger Alkoholkonsum schädigt die Leber, sodass sich eine Fettleber oder eine Alkoholhepatitis entwickeln kann.
Bei einer Hepatitis nach jahrelangem Alkoholmissbrauch muss Alkohol in jeglicher Form konsequent gemieden werden. Oft erholt sich die Leber dann wieder. Verläuft die Hepatitis innerhalb kurzer Zeit so fulminant, dass das gesamte Organ zerstört wird, bleibt als letzte Behandlungsmöglichkeit eine Lebertransplantation.
Anzeichen und Beschwerden Ein deutliches Anzeichen für eine Hepatitis ist eine Gelbsucht (Ikterus), die oft mit einem starken Krankheitsgefühl einhergeht: Die Haut und vor allem das Weiße in den Augen werden gelb, weil die Leber den Gallefarbstoff Bilirubin nicht mehr richtig abbaut. Aber nicht jede Hepatitis ist von einer Gelbsucht begleitet, diese kann auch ausbleiben. Fast immer jedoch entfärbt sich der Stuhl und der Urin wird dunkel, manchmal sogar tiefbraun - ein Anzeichen dafür, dass Bilirubin über die Nieren ausgeschieden wird. Meistens treten gleichzeitig Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Verstopfung oder Blähungen auf. Fettes Essen, Fleisch und Alkohol erregen Übelkeit; Rauchern schmeckt die Zigarette nicht mehr, Nichtraucher können Zigarettenrauch kaum ertragen. Fieber kann, muss aber nicht auftreten. Manchmal juckt die Haut oder es zeigt sich ein leichter Ausschlag. Erhöhte Leberwerte im Blut deuten auf eine beginnende Leberentzündung oder auf eine nachlassende Leberfunktion hin.
Vorbeugung Wer besonders gefährdet ist, sich mit Hepatitisviren anzustecken - zum Beispiel medizinisches Personal, Reisende in Länder mit unzureichendem Hygienestandard -, kann sich gegen Hepatitis A und B impfen lassen. Auch Sexualpartner oder enge Kontaktpersonen von Hepatitis-B-Infizierten sollten sich mit einer Impfung beziehungsweise durch Benutzung von Kondomen gegen eine Ansteckung schützen. Eine Hepatitis-B-Impfung schützt auch vor Hepatitis D. Für die anderen Virustypen gibt es noch keine Impfseren.
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