| Leichte Neugeborene kommen früher in die Pubertät |
|
|
|
|
Frühgeburt © Pixelio: Wilfred Bugmann
Bei Kindern, die zur Geburt weniger als 3.000 Gramm wiegen, tritt die Pubertät um einige Monate früher ein als bei Kindern mit einem Geburtsgewicht von 3.000 Gramm oder mehr. Das hat eine Studie des zur Universität Bonn gehörenden Forschungsinstituts für Kinderernährung sowie der Hochschule Fulda ergeben. Je früher die Pubertät, desto größer ist außerdem das Risiko, an Brust- oder Hodenkrebs zu erkranken. Die Wissenschaftler empfehlen daher werdenden Müttern, in der Schwangerschaft auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.
Das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) erfasst seit 1985 Ernährungsgewohnheiten, Größe und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Die Teilnehmer werden als dreimonatige Säuglinge in die Studie aufgenommen und bis zum Erwachsenenalter regelmäßig untersucht. In die aktuelle Untersuchung wurden 215 Jungen und Mädchen eingeschlossen. Aus den Daten haben die Forscher für jeden ihrer Probanden eine Wachstumskurve ermittelt. Daran konnten sie dann Beginn und Verlauf der Pubertät ablesen.
"Kurz vor Eintritt der Pubertät wachsen Kinder am langsamsten", erklärt Dr. Anette Buyken vom FKE. "Im zweiten Pubertätsdrittel schießen sie dagegen regelrecht in die Höhe." Etwa ein Jahr nach diesem "Wachstumsspurt" haben Mädchen die erste Regelblutung. "Wir haben nun diese Pubertätsmarker zu verschiedenen Faktoren in Bezug gesetzt - darunter Geburtsgewicht, Stillen und Gewicht der Eltern", sagt Buykens Kollegin Nadina Karaolis-Danckert. "Dabei sind wir auf zwei signifikante Zusammenhänge gestoßen: Waren die Kinder bei der Geburt leichter als 3.000 Gramm, setzte bei ihnen die Pubertät im Schnitt 7 Monate früher ein. Die Mädchen aus dieser Gruppe hatten auch früher ihre erste Regelblutung."
Ein Jahr Verzögerung verringert das Brustkrebsrisiko um neun Prozent
Quelle: Forschungsinstituts für Kinderernährung Dortmund
|



