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Gesundheits-News
Neue Methode zeigt Risiko ohne körperlichen Eingriff Forscher des Universitätsklinikums Essen haben jetzt im Rahmen der Heinz Nixdorf Recall Studie, die vor zehn Jahren initiiert und im Jahr 2000 gestartet wurde, herausgefunden, dass die Bestimmung der Verkalkung der Herzkranzgefäße genaueren Aufschluss darüber geben kann, wie hoch das Risiko für eine lebensgefährliche Herzerkrankung ist. Dafür untersuchten sie 4814 nach einem Zufallsprinzip ausgewählte Studienteilnehmer aus dem Ruhrgebiet mit einem Elektronenstrahltomographen (EBCT). Mit diesem bildgebenden Gerät können Verkalkungen der Gefäßwand mit hoher Genauigkeit erkannt und gemessen werden (Agatston-Skala). Bilder des Herzens werden mit dem Elektronenstrahltomographen durch kurze Aufnahmezeiten und ohne Bewegungsartefakte aufgenommen. Der Vorteil der Tomographie ist, dass der Nachweis der koronaren Verkalkung nicht-invasiv, also ohne körperlichen Eingriff, erfolgt. Einteilung in Risikogruppen genauer "Nach den Framingham-Kriterien der Vorsorgeuntersuchung für Herzinfarkte werden die Patienten in drei Risikogruppen unterteilt: niedrig, mittel und hochgradig gefährdet. Wir haben im Rahmen der Heinz Nixdorf Recall Studie jedoch festgestellt, dass Probanden mit hoher Kalkbelastung in den Koronararterien, die nach den Framingham-Kriterien ein vermeintlich mittleres Risiko hatten, fast genau so häufig einen Herzinfarkt erlitten wie die Studienteilnehmer, die der hohen Risikogruppe zugeordnet waren. Wenn also zusätzlich zu den Risikofaktoren die Verkalkung der Herzkranzgefäße mittels Elektronenstrahltomographie gemessen wurde, konnte die Einstufung in eine Risikogruppe sehr viel schärfer und genauer erfolgen", erklärt Professor Raimund Erbel, Direktor des Westdeutschen Herzzentrums am Universitätsklinikum Essen, der die aktuellen Ergebnisse in diesen Tagen am American College of Cardiology (ACC) der internationalen Fachwelt vorgestellt hat. Vorteile vor allem für mittlere Risikogruppe Für die Studie wurde die Schwere der Verkalkung bei den Probanden festgestellt und dann beobachtet, wie viele Infarkte und plötzliche Herztode in einem Zeitraum von fünf Jahren auftraten. Dabei zeigte sich schnell, dass von den Studienteilnehmern jene mit einem Kalkwert über 400 Einheiten (was sehr stark verkalkte Arterien bedeutet) in etwa acht Prozent aller Fälle einen Herzinfarkt erlitten, jene mit unter 100 Einheiten auf der Agatston-Skala jedoch nur in etwa einem Prozent aller Fälle. "Diese zusätzliche Untersuchung der Koronarverkalkung kommt vor allem Patienten in der mittleren Risikogruppe zu Gute, denn ein hoher Verkalkungsgrad kann anzeigen, dass ein akutes Ereignis droht. Die Personen mit einer starken Verkalkung müssen wir mit entsprechenden Medikamenten versorgen, während wir jenen Menschen mit einem niedrigen Verkalkungsgrad eine Änderung ihres Lebensstils ans Herz legen", so Prof. Raimund Erbel, der sicher ist, dass eine Ausweitung der Vorsorgeuntersuchung mit dem Elektronenstrahltomographen künftig sehr vielen Menschen das Leben retten kann: "Die nicht-invasive direkte Darstellung der Koronargefäßverkalkung mittels CT eröffnet neue Möglichkeiten der Diagnostik und Früherkennung. Damit könnte sich endlich die Forderung erfüllen, die der amerikanische Herzspezialist F. Mason Sones schon vor über zwanzig Jahren erhoben hat, als er sagte: Ein Drittel der Patienten stirbt an Komplikationen der koronaren Herzerkrankung, bevor wir überhaupt wissen, dass diese Menschen krank und somit gefährdet sind. Das wichtigste Problem, vor dem wir stehen, ist die Identifizierung dieser Menschen." Die Kalkindikatoren in den Herzkranzgefäßen lassen sich übrigens sehr viel früher nachweisen als andere Symptome, die auf ein erhöhtes Herzinfarktrisiko hindeuten. Quelle: Informationsdienst Wissenschaft Informationen:
www.recall-studie.uni-essen.de Mit freundlicher Unterstützung von sanobene - Gesundheit fühlen! |
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