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Gesundheits-News
Krötsch: "Hier ist auch der Apotheker
gefragt. Er kann durch Informationen und Aufklärung des
Patienten dazu beitragen, die antidepressive Therapie zu
verbessern."
In den ersten Tagen einer medikamentösen Behandlung erleben viele Patienten die Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit oder Unruhe als belastend. Klärt der Apotheker den Patienten darüber auf, dass diese Nebenwirkungen nur vorübergehend auftreten und ein Zeichen dafür sind, dass das Medikament zu wirken beginnt, werden sie von vielen Patienten toleriert. So kann der Apotheker dazu beitragen, Therapieabbrüche zu verhindern. Entgegen dem Vorurteil machen reine Antidepressiva nicht abhängig. Sie müssen aber längerfristig eingenommen werden, auch wenn die Symptome bereits verschwunden sind, sonst droht ein Rückfall.
Ob ein antidepressiver Wirkstoff beim einzelnen Patienten
wirkt, ist bislang nicht vorhersehbar. Deshalb sollten Patienten mit dem Arzt
sprechen, wenn sich nach einer etwa zweiwöchigen Einnahme eines Antidepressivums
die individuellen Beschwerden wie Antriebslosigkeit oder Schlafprobleme noch
nicht gebessert haben. Der Arzt kann dann auf ein Medikament mit einem anderen
Wirkungsmechanismus ausweichen. |
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