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Grauer Star: Operation immer fortschrittlicher

In Deutschland beläuft sich die Zahl der Eingriffe schätzungsweise auf 600 bis 800 Tausend pro Jahr. Damit ist sie die am häufigsten durchgeführte Operation. Die Operationstechnik hat enorme Fortschritte gemacht. Ein Fortschritt, der viele Menschen vor einem Leben in Dunkelheit bewahrt.

Grauer Star - in Deutschland kein Problem © pixelio.de; Berwis
War der Schnitt am Auge in der Anfangszeit der Operation noch über einen Zentimeter lang und musste anschließend vernäht werden, beträgt er heute nur noch etwa zwei bis drei Millimeter. Durch diesen kleinen Schnitt wird die ergraute Linse entfernt und eine künstliche Linse eingepflanzt.

Wartete man früher mit der Operation ab, bis die Sehkraft erloschen war, wird sie heute schon oft dann vorgenommen, wenn sich die Linse einzutrüben beginnt und erste Sehschwächen auftreten. Es handelt sich um einen einfachen und komplikationslosen Eingriff, der in der Regel ambulant und ohne Narkose erfolgt.
 

 


Standardmäßig wird die trübe Linse auch nicht mehr nur entfernt, sondern seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch eine künstliche Linse ersetzt. Dieser Fortschritt ist enorm, wie ein Blick auf die weniger reichen Gesellschaften zeigt. Nach einer Erhebung der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) im Jahr 2002 waren 37 Millionen Menschen infolge des grauen Stars (Katarakt) erblindet und 124 Millionen stark sehbehindert.

 

Quelle: Apotheken Umschau 7/2009/lvg

Weiterführende Links:

Welt-Gesundheits-Organisation (WHO)

Initiative Grauer Star

Medical Tribune / 2007: Grauer Star

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