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Die Vorbereitung für die Unabhängigkeit der Kinder im Erwachsenenalter beginne schon früh. "Mit 16 Jahren ist im Vorfeld schon vieles gelaufen. Damit ein Kind selbstständig sein kann, braucht es von Beginn an die Chance, eigene und unterschiedliche Erfahrungen zu machen", so Velazquez. Negative Erfahrungen bei Kindern zulassen Selbstständigkeit können Eltern ihren Kindern vor allem
dann ermöglichen, wenn sie Grenzen setzen und auch negative Erfahrungen
zulassen, betont die Psychologin. "Viele Eltern erlauben ihrem Kind nicht,
manchmal Langeweile, Warten oder kleine Frustrationen zu empfinden oder sie
ermutigen es nicht, bestimmte Tätigkeiten ohne erwachsene Hilfe durchzuführen.
Je älter Kinder werden, desto wichtiger ist es jedoch, dass sie Konsequenzen
ihres Handelns selbst tragen und auch mit negativen Erlebnissen selbst fertig
werden." Diese Erfahrungen führen nicht zum Verlust der Liebe des Kindes,
sondern machen es handlungsfähig und erleichtern ihm die Gestaltung des eigenen
Lebensprojektes, so Velazquez. Respekt und Wertschätzung dürften in der
Eltern-Kind-Beziehung nicht angetastet werden, doch hätten sich diese Haltungen
stets an der Wirklichkeit zu Eltern müssen ein erfülltes Leben haben Das "Stehen auf den eigenen Füßen" betrifft jedoch nicht nur die Kinder. Nach dem Auszug aus dem Elternhaus sehnen sich viele Eltern nach dem Kind, in das sie viel Lebensenergie investiert haben, fühlen sich einsam und oft auch ausgebeutet. "Eltern müssen akzeptieren, dass das Kind eines Tages sein eigenes Leben führt. Dabei kann es hilfreich sein, auf die eigene Selbsterfüllung zu achten und die Partnerbeziehung stärker zu pflegen." Die oft propagierte Sichtweise, die Kinder als Lebenserfüllung und Glück der Eltern zu sehen, sieht Velazquez als äußerst problematisch, da sie nur Enttäuschung und Frustrationen auslöse. Besonders Mütter würden unter dieser Situation leiden. "Angefangen von wirtschaftlichen Nachteilen, haben Frauen in der Regel weniger Handlungsspielraum als Männer und sind auch emotionell bedürftiger. Besonders im reifen Alter sind sie auf Erfüllung im eigenen Leben angewiesen, um nicht von den Kindern emotional abhängig zu sein", so Velazquez. Beziehung sollte konfliktfähig sein Neben der Eigenständigkeit beider Seiten brauche eine erfüllende Eltern-Kind-Beziehung auch eine positive Konfliktkultur. "Konflikte sind zwischen zwei verschiedenen Generationen oft vorprogrammiert, da Dinge unterschiedlich gesehen werden. Die Beziehung muss daher nicht konfliktfrei, sondern konfliktfähig werden", betont die Psychologin. Konflikte seien dann konstruktiver Teil der Beziehung, wenn sie deren Fortdauer nicht in Frage stellt und wenn die Beteiligten ihren Selbstwert nicht von der Reaktion des anderen abhängen lassen. "Das Ideal einer Beziehung von Eltern zu ihren erwachsenen Kindern ist eine herzliche Wertschätzung trotz Konflikten", so Velazquez. Gehe das erwachsene Kind Konflikten stets aus dem Weg und entferne sich in Selbstständigkeit, sei dies ebenso belastend wie die Aufrechterhaltung des Kontakts nur aufgrund schlechten Gewissens, Schuld- und Pflichtgefühle oder aufgrund der Aussicht auf Erbe. "Solidarität, Menschlichkeit, Dankbarkeit und natürlich Liebe sind die besten Motive für die Aufrechterhaltung dieser Beziehung", schließt die Wiener Psychologin. Quelle: pressetext Informationen:
www.familien-psychologie.info |
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