So ist ein
Beipackzettel aufgebaut
1. Welche Informationen enthält der Name eines Medikamentes?
2. Aus welchen Bestandteilen setzt sich mein Medikament zusammen?
Ein Arzneimittel besteht aus verschiedenen Bestandteilen
Unter der Überschrift "Bestandteile" erfahren Sie, welche "Zutaten" ein
Medikament enthält. Dabei werden grundsätzlich zwei verschiedene
Bestandteile unterschieden:
der Wirkstoff
und die "sonstigen Bestandteile".
Der Wirkstoff ist für die Wirksamkeit eines Medikamentes verantwortlich
Der Wirkstoff löst die gewünschte medizinische Wirkung im Körper aus.
Einige Arzneimittel enthalten nicht nur einen einzigen, sondern mehrere
Wirkstoffe. In diesem Fall ist im Beipackzettel jeder Wirkstoff einzeln
aufgeführt.
Wirkungsweise eines Arzneimittels
Je nach Wirkstoff wird ein Medikament in spezielle Gruppen eingeordnet.
Diese "Stoff- und Indikationsgruppen" beschreiben die Wirkungsweise eines
Arzneimittels:
Die Stoffgruppe besagt, um welche Art von Arzneimittel es sich handelt,
zum Beispiel ein Antibiotikum.
Die Indikation gibt an, bei welcher Krankheit das Arzneimittel angewendet
wird, zum Beispiel bei Schmerzen.
Im Arzneimittelgesetz ist vorgeschrieben, dass in jedem Beipackzettel
folgende Angaben über das Medikament gemacht werden müssen. Darüber hinaus
gibt es sehr genaue Vorschriften, wie ein Beipackzettel gestaltet werden
darf.
Der Wirkstoff ist in verschiedene Hilfsstoffe eingebunden
Damit der Wirkstoff eines Medikamentes überhaupt angewendet werden kann,
muss er zuerst in eine entsprechende Darreichungsform gebracht werden, zum
Beispiel in eine Tablette oder Kapsel. Eine Tablette besteht also nicht
allein aus dem Wirkstoff selbst, sondern auch aus "sonstigen
Bestandteilen" ohne medizinische Wirkung, zum Beispiel Träger- und
Füllstoffe, Lösungs- oder Farbstoffe.
Die Art eines Medikamentes hat Einfluss auf seine Aufnahme in den
Körper
Obwohl die "sonstigen Bestandteile" eines Arzneimittels selbst keine
arzneiliche Wirkung haben, sind diese sehr wichtig. Sie können zum
Beispiel dafür sorgen, dass der Wirkstoff an der richtigen Stelle im
Körper aufgenommen wird und dorthin gelangt, wo er schnell wirken soll. So
verhindern die Hilfsstoffe mancher Kapseln, dass diese nicht schon in
Ihrem Magen aufgelöst werden. Erst in Ihrem Darm setzen sie den Wirkstoff
frei, um dort von Ihrem Körper aufgenommen zu werden.
Damit Medikamente vom Körper gut aufgenommen werden und richtig wirken
können, sollten Sie Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt
oder Apotheker öffnen oder zerkleinern.
Öffnen Sie Kapseln nicht, um nur den Inhalt zu schlucken.
Zerkleinern Sie auch Dragees nicht, um die Einnahme zu erleichtern.
Tabletten sollten Sie nicht einfach nach Augenmaß mit einem Messer teilen.
Sie können, soweit vorhanden, einfach an einer Bruchrille
halbiert oder geviertelt werden.
Wenn Sie Probleme beim Schlucken von Medikamenten haben, sprechen Sie am
besten mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Möglicherweise gibt es Ihr
Medikament auch in einer anderen Form, die beim Schlucken weniger Probleme
bereitet.
3. Welches Medikament ist bei meiner Krankheit das Richtige?
4. Wann sollte ich ein Medikament besser nicht einnehmen?
5. Auf was muss ich achten, wenn ich mehrere Medikamente gleichzeitig
nehme?
6. Woher weiß ich, wie viel ich von meinem Medikament einnehmen soll?
7. Was sagt der Beipackzettel zum Thema Nebenwirkungen?
8. Wie lange darf ich ein Medikament aufheben? |