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Produktdetails und Zusatzinformationen Capozide® 50 Tabletten
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rezeptpflichtig

 

 

 

Capozide 50 Tabl. von Bristol-Myers Squibb

Inhaltstoffe Capozide 50 Tabl.:

  • Hydrochlorothiazid - 25 mg
  • Captopril - 50 mg

Anwendung

  • Bei hohem Blutdruck, wenn ein Arzneimittel zur Blutdrucksenkung allein nicht ausreicht

Dosierung

  • 1/2-1 Tablette täglich (entsprechend 25-50 mg Captopril und 12,5-25 mg Hydrochlorothiazid)
  • Bei eingeschränkter Nierenfunktion und Personen über 65 Jahre ist die Dosiseinstellung besonders sorgfältig vorzunehmen durch schrittweise Erhöhung der einzelnen Wirkstoffe vorzunehmen.

Art und Weise

  • Vor, während oder nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen
  • Die angegebene Tagesmenge sollte morgens auf einmal eingenommen werden.

Kontraanwendung

Gegen alle Arzneimittel können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, dann müssen Sie das Medikament sofort absetzen. Wenn schon eine Allergie gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels bekannt ist, darf es nicht angewendet werden.

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden:

  • Bei über mehrere Tage dauernden schmerzhaften Schwellungen der Haut und Schleimhäute (angioneurotisches Ödem)
  • Bei schweren Nierenfunktionsstörungen
  • Bei Blutwäsche
  • Bei Nierenarterienverengung (beidseitig oder bei Einzelniere)
  • Nach Nierentransplantation
  • Bei Verengungen der der großen Körperschlagader oder der Herzklappe am linken Herzen bzw. bei Verdickung der Herzwand
  • Bei schwerer Herzschwäche, die nicht vom Arzt behandelt wird
  • Bei übermäßiger Bildung von Aldosteron infolge einer Geschwulst in der Nebenniere
  • Bei schweren Leberfunktionsstörungen
  • Bei Störungen des Mineralhaushaltes, der sich durch Einnahme des Arzneimittels verschlechtern kann
  • Bei Kindern (mangels Erfahrungen)

Das Arzneimittel darf nur nach sehr kritischer Nutzen-Risiko-Abwägung unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle eingenommen werden bei:

  • Eiweiß im Urin
  • Gestörter Immunreaktion oder Kollagenkrankheit (z.B. Lupus erythematodes, Sklerodermie)
  • Gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen unterdrücken (zum Beispiel Kortikoide, Zytostatika, Antimetabolite), Allopurinol, Procainamid oder Lithium
  • Gicht
  • Gefäßverkalkung im Gehirn
  • Verkalkung der Herzkranzgefäße
  • Eingeschränkter Leberfunktion
  • Zu geringer Blutmenge
  • Zuckerkrankheit oder Vorstufen davon

Insbesondere zu Einnahmebeginn sollte das Arzneimittel nur unter intensiver Überwachung von Blutdruck und/oder Blutwerten eingenommen werden bei:

  • Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel
  • Eingeschränkter Nierenfunktion
  • Schwerem Bluthochdruck
  • Personen über 65 Jahre
  • Gleichzeitig vorhandener Herzschwäche

Nebenwirkungen

  • EKG-Veränderungen, Herzrhythmusstörungen
  • Kalium-, Chlor, Magnesiummangel im Blut
  • Kalziumüberschuss im Blut
  • Zucker im Blut
  • Störungen im Säure-Basen-Haushalt

Zu Beginn der Einnahme sowie bei Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z.B. durch Erbrechen/ Durchfall, Einnahme von entwässernden Arzneimitteln), Herzleistungsschwäche oder schwerem Bluthochdruck, aber auch bei Erhöhung der Dosierung des Arzneimittels:

  • Übermäßige Blutdrucksenkung
  • Schwindel
  • Schwächegefühl
  • Sehstörungen
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Trockener Reizhusten
  • Übelkeit, Oberbauchbeschwerden und Verdauungsstörungen
  • Entzündliche Hautveränderungen
  • Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schwäche, Apathie
  • Blutbildveränderungen

Insbesondere bei Nierenfunktionsstörungen:

  • Anstieg der Harnstoff-, Kreatinin- und Kaliumwerte im Blut
  • Abfall der Natriumwerte im Blut
  • Anstieg von Blutzucker, Blutfettwerten, Harnsäure und Amylase im Blut
  • Erhöhte Kaliumwerte auch bei Zuckerkrankheit
  • Eiweiß im Urin

Patientenhinweise

  • Die Dauer der Einnahme bestimmt der Arzt.

Schwangerschaft

Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!

  • Das Arzneimittel ist während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht einzunehmen.
  • Vor der Einnahme ist bei Frauen im gebärfähigen Alter eine Schwangerschaft auszuschließen. Während der Einnahme müssen bei diesen Frauen geeignete Maßnahmen zur Schwangerschaftsverhütung getroffen werden.
  • Es liegen unzureichende Erfahrungen über die Sicherheit einer Einnahme von sog. ACE-Hemmern in der Schwangerschaft vor. Für ACE-Hemmer sind Fälle von schwerer unvollständiger Entwicklung der Schädelknochen, Wachstumsverzögerung während der Schwangeschaft, Mangel an Fruchtwasser und mangelnde Urinausscheidung des Neugeborenen gekennzeichnet ist und zum Tod des Neugeborenen führen kann. Als Ursache wird die blutdrucksenkende Wirkung auf das ungeborene Kind während des 2. und 3. Schwangerschaftsdrittels angenommen. Bei einer rechtzeitigen Umstellung der Einnahme auf andere blutdrucksenkende Arzneimittel im 1. Schwangerschaftsdrittel sind solche Wirkungen nicht zu erwarten.
  • Hydrochlorothiazid geht in das Blut des ungeborenen Kindes über.
  • Auswirkungen von Störungen des Salzhaushaltes der Schwangeren auf ungeborene Kind sowie eine verminderte Durchblutung des Mutterkuchens sind möglich. Bei Einnahme in der 2. Hälfte der Schwangerschaft kann beim Neugeborenen eine Blutbildveränderung ausgelöst werden.
  • Über die Anwendung von ACE-Hemmer während der Stillzeit liegen keine Erfahrungen vor.
  • Da Hydrochlorothiazid in die Muttermilch übergeht und die Milchbildung hemmt, darf das Medikament während der Stillzeit nicht eingenommen bzw. soll abgestillt werden.

Sonstiges

  • Insbesondere bei Einnahmebeginn und danach regelmäßig vom Arzt untersuchen lassen
  • Vor Beginn der Einnahme sollte ein Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel ausgeglichen werden.
  • Grundsätzlich sollte eine Behandlung des Bluthochdrucks mit geringen Mengen eines Einzelwirkstoffes begonnen und langsam gesteigert werden.
  • Die fixe Kombination aus Captopril und Hydrochlorothiazid sollte erst nach vorangegangener Einnahme der einzelnen Wirkstoffe eingenommen werden und erst dann, wenn die Einnahmemengen der Einzelwirkstoffe denen der fixen Kombination entsprechen und damit eine Normalisierung des Blutdrucks bewirkt werden konnte.
  • Da es bei Erhöhung der Dosierung von Captopril -insbesondere bei Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel bzw. schwerem Bluthochdruck- zu einem übermäßigen Blutdruckabfall kommen kann, ist eine mindestens 8 Stunden dauernde Überwachung durch den Arzt notwendig.
  • Bei Verdacht auf eine schwerwiegende Hautreaktion muss sofort der Arzt aufgesucht und werden.
  • Sollten im Verlauf der Einnahme Anzeichen wie Fieber, Lymphknotenschwellungen und/oder Halsentzündung auftreten, muss umgehend der Arzt aufgesucht und das weiße Blutbild untersucht werden.
  • Vor Einnahme des Arzneimittels muss die Nierenfunktion überprüft worden sein, insbesondere bei Herzschwäche, einseitiger Nierenaterienverengung und eingeschränkter Nierenfunktion.
  • Bei eingeschränkter Nierenfunktion sind häufigere Kontrollen der Kalium-Konzentration im Blut erforderlich.
  • Bei Gelbsucht oder Verdacht auf Gelbsucht Arzneimittel nicht mehr einnehmen
  • Während der Einnahme darf keine Blutwäsche erfolgen (Gefahr von allergischen Reaktionen bis hin zum lebensbedrohlichen Schock)
  • Während einer Desensibilisierung gegen Insektengifte (z.B. Bienen-, Wespenstich) und gleichzeitiger Einnahme dieses Arzneimittels können z.T. lebensbedrohliche allergische Reaktionen (z.B. Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, Hautreaktionen) auftreten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieser Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es werden nur klinisch bedeutende Informationen aufgeführt. Die Beschreibung ist neutral und basiert auf der vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten FACHINFORMATION. Die Informationen stellen keine Empfehlung oder Bewerbung des Präparates dar. Sie ersetzen auch nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.



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